DUMMY-SEMINAR IN SEISSEN AM 18. UND 19. APRIL 2009

Fotos vom Sonntag
von Christine

Fotos von Ralf
Kathrin`s Bilder
Fotos vom Samstag
von Christine
Fotos vom Samstag von Anke

Fotos vom Sonntag von Anke

 Was im vergangenen Jahr beim ersten Dummyseminar in Gerstetten "nur eine Idee" war, entwickelte sich schnell zu einem Plan... Ich wollte zu gern meine tägliche Spazier-und Trainingsstrecke am westlichen Dorfrand von Seissen für ein Wochenende zum Dummygelände erklären, und zwar mit Petra Klemba als Trainerin. Dass sie sich sofort und mit Freude bereit erklärte, aus Taunusstein hierher zu gurken, hat mich riesig gefreut. Interessenten gab es mehr als genug und so hatten wir innerhalb kurzer Zeit eine Gruppe zusammen:
Geli mit Münsti Kira
Anke mit Münsti Anni
Kathrin mit Vizsla Füles
Conny und Ralf mit Irish Setter Bentley
Uta und Udo mit Irish Setter Medy
Marion mit English Cocker Orsay
Sandra mit Gordon Setter Liquorice
Michi und Walter mit Gordon Setter Xanni
Christine mit Irish Setter Vito

Unser Seminar begann am Freitag Abend im "Jägerstüble". Bei extrem unschwäbischem Essen (Curry-Putengeschnetzteltes an Reisrand!!!) hatten wir alle die Gelegenheit, unsere Ziele und Vorstellungen zu schildern und uns ein bisschen vorzustellen. Auch wenn es verlockend gewesen wäre: Aus einem ausufernden feucht-fröhlichen Tratsch-Abend wurde nichts, schließlich wollten wir alle am nächsten Morgen wach und fit sein.
Wir trafen uns am Samstag früh um neun. Das Seminar begann mit einer kurzen theoretischen Einführung in die drei Apporte, die Markierung, das Einweisen und die Freiverlorensuche. Zu den drei Apporten kam noch etwas Viertes, nämlich der Regen und zwar in andauernder, hartnäckiger Form. Ganz so, wie man es von aprilligem Wetter eben kennt. Ohne Ralf`s geniale Idee (die hatte er bereits vor Wochen), uns per Dach vor Witterung zu schützen und zwei Pavillons aufzubauen, wären wir alle noch nasser geworden. Und wir waren schon z i e m l i c h nass. So ein trüber Himmel macht keine gute Laune, umso erfreulicher, dass am Vormittag einige Teilnehmer ein paar schöne Erfolge verbuchen konnten. Es wurden einfache Markierungen geübt, jedoch auf große Distanz und in schwierigem Gelände. Die Hunde mussten zuerst den einen Berg hinunter und auf der anderen Seite des Weges wieder hoch, durch den sich beim Weg verändernden Blickwinkel auf das geworfene Dummy, mussten sie sich ziemlich konzentrieren.
Es wurden verschiedene Teams gebildet, die ihrem Wissens-und Trainingsstand entsprechend betreut und angeleitet wurden.
Wie gewohnt gab es von Petra präzise Tipps, viel Motivation und Lob und viel wichtige Kritik, immer ehrlich, sachlich und ungemein hilfreich.

Nach der Mittagspause bei allerhand Glücksfutter (heiße Schokolade und Vanilleies, Pfannkuchen in allen Variationen :-)) hat Petra eine kleine Fortgeschrittenen-Gruppe gebildet. Bei einem "walk-up" mussten die Hunde einzeln Dummys apportieren, dazwischen langsames schrittweises Bei-Fuß-Gehen. Und immer wieder das Wichtigste: Aufmerksamkeit des Hundes, auch unter Ablenkung. Aber für eine routinierte Apporteuse ist auch ein am Weg stehender Fanclub nichts, was sie wirklich aus der Ruhe bringt...

Nach jedem Durchgang wurde die Arbeit der einzelnen Teams besprochen. Bei interessanten Gesprächen, die alle mehr oder weniger die Themen Bindung, Beziehung Hund-Führer, Aufmerksamkeit und Gehorsam streiften, verging der Nachmittag viel zu schnell.
Am Abend trafen wir uns fast alle wieder im "Jägerstüble" um bei Hirschbraten mit Preiselbeeren die großen Fragen der Hundeerziehung zu diskutieren.
Als ich (nicht spät!) nach Hause kam, war Vito bereits im Tiefschlaf. Solche Tage sind anstrengend und das ist auch gut so!

Dass der Himmel am Sonntag blau war wie es blauer kaum geht, hat uns für die gewöhnungsbedürftige Wettersituation vom Samstag entschädigt. Und ich will keine Beschwerden über "den kalten Wind" hören!! Der Vormittag begann mit Übungen in Sachen Einweisen. Auf den Fotos auf denen ich drauf bin könnt Ihr sehen, dass es gar nicht so einfach ist, die einzelnen Schritte so zu koordinieren, dass der Hund versteht, was die Hand da soll. Sie soll den Weg zum Dummy weisen. Vito hat es früher begriffen als ich. Überhaupt habe ich phasenweise auf irgendeiner Leitung gestanden. Vito, sorry!

Am Nachmittag (nach Apfelkuchen, Landjäger und Bretzeln) hatten die Teams, die noch Energien frei hatten, Gelegenheit, die Freiverlorensuche zu probieren. Etwa acht Dummys wurden in einem kleinen Wäldchen ausgelegt und die Hunde wurden einzeln reingeschickt. Für die meisten war dieser schwierige Apport erfolgreich, somit konnten wir ein tolles Wochenende angemessen beenden.

Petra`s Resumée wird uns sicher, genauso wie das gesamte Wochenende, noch länger gedanklich beschäftigen. Uns sind so viele Eindrücke vermittelt und Impulse gegeben worden, all das muss sich setzen.
Ich habe wieder einmal viel über mich und meine Vito-Christine-Christine-Vito-Beziehung gelernt und ich werde alle meine Hausaufgaben machen. Ganz sicher!

Ich glaube, es war schon ziemlich am Ende des Seminars, da wurden noch große, fast philosophische Fragen aufgeworfen: Sind Hunde Egoisten? Opportunisten? Lieben uns unsere Hunde eigentlich wirklich?
Wahrscheinlich sind Hunde egoistische, opportunistische Geschöpfe, ja.
Und ich bin mir sicher, dass sie uns lieben! Natürlich! Falls jemand zweifeln sollte, dann sollten wir ihnen erzählen, dass wir nur ihretwegen einen ganzen Samstag mit nassen Klamotten und skurrilen Regencapes verbracht haben, eine Hand dabei irgendwie immer voll von frischem oder leicht angetrocknetem Hundespeichel vom vielen Leckerchen geben um die Stimmung zu heben. Wir sollten Ihnen erzählen, dass wir uns Käsewürfel in die Hosentaschen packen oder Fleischwurst um sie angemessen dafür zu belohnen, dass sie uns anschauen und dass wir diese bunten von hundert Hunden vollgeschleimten und angenuckelten Säckchen im nassen Gras für sie auslegen, weil wir sie damit glücklich machen wollen :-) DAFÜR LIEBEN SIE UNS!!! GLAUBT DARAN.

Tausend Dank liebe Petra, für ein weiteres, so lehrreiches Trainingswochenende mit Dir.
Herzlichen Dank liebe Gaby für Deine Hilfe und Deine Geduld mit uns und allem. Und: Bald wirst Du Schwäbisch verstehen, Du musst nur öfter kommen!!

 

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