Schicksal 

Eine zufällige oder, wie ich heute glaube, wohl eher schicksalhafte Begegnung machte mir klar, wie groß meine Sehnsucht nach einem "neuen" Setter war.

Im November, knapp drei Monate nach Bora`s Tod, begegnete ich beim Abendessen mit einer Kollegin einem Setter. Vielmehr: Ein Mann mit Setter betrat das Lokal. Ich sah den Hund und in diesem Moment war mir plötzlich von einer Sekunde zur nächsten klar, ich kann und möchte nicht ohne diese wunderbaren Hunde sein.


Ich werde diese Begegnung nie vergessen. Vielleicht muss ich dazu sagen, dass in der Gegend, in der ich wohne, sehr wenig Setter leben, genaugenommen ist mir während Bora`s gesamten Lebens nicht ein einziger begegnet.
Dass ich an jenem Abend überhaupt in dem Lokal war, war schon das Ergebnis einer Kette von kleinen, nicht geplanten Ereignissen, ich bin sicher, dass höhere Mächte diese Begegnung für mich inszeniert haben...zumindest möchte ich das gern glauben!

An Heilig Abend stand mein Entschluss fest: Ich wollte wieder eine kleine Setterhündin haben. Und zu meiner allergrößten Freude und Dankbarkeit erklärte sich meine Mutter bereit, mir bei der Betreuung zu helfen. Ohne sie hätte ich mir diesen Wunsch nicht erfüllt, hätte verzichtet, denn ich würde einen Hund weder zu lange allein lassen noch würde ich ihn zu Fremden geben. Nur im Notfall.

In der darauffolgenden Nacht konnte ich kaum schlafen, die Vorfreude war so riesig und sollte mir noch etliche durchwachten Nächte bescheren! Mein größter Wunsch würde bald in Erfüllung gehen, ein Setter sollte wieder mein Leben bereichern.


Ich fing an, das Internet zu durchstöbern und nahm ein paar Tage später zu ein paar Züchtern Kontakt auf.

Nach längerem Mail-und Telefonkontakt mit einem Züchter nahe Heidelberg wusste ich: Wenn alles gutgehen würde und die entsprechende Hundemutti "aufgenommen" hatte, würde mein Setterkind, das ich "Nelly" taufen wollte, Anfang Februar zur Welt kommen.
Ich war überglücklich! Vor lauter Vorfreude konnte ich mich wochenlang nicht richtig auf andere Sachen konzentrieren. Für mich gab es nur noch Freude, Aufregung, Vorbereitung, Planung...

 

Am 9. Februar erhielt ich eine Email mit für mich sehr enttäuschendem Inhalt: Die Hündin hatte geworfen, elf Junge und NUR EIN MÄDCHEN darunter, welches sofort vergeben war. Ich war im ersten Moment völlig daneben, aber konnte mich sehr bald mit dem Gedanken anfreunden, einen kleinen Rüden zu nehmen.

 

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